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Herzlich willkommen in der Erzbischöflich-Akademischen Bibliothek Paderborn (EAB Paderborn) - einer kirchlichen Bibliothek mit rund 320.000 Bänden und umfangreichen historischen Beständen. Die EAB ist Bibliothek der Theologischen Fakultät Paderborn und Diözesanbibliothek für das Erzbistum Paderborn. Kontakt
Erzbischöfliche Akademische Bibliothek Paderborn (EAB) Leostr. 21 33098 Paderborn, Deutschland Telefon 05251 / 290 480 (Sekretariat) Telefon 05251 / 290 488 (Ausleihe) Fax: 05251 / 282 575 e-Mail:
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Öffnungszeiten Montag - Freitag 9.00 Uhr - 12.30 Uhr und 14.30 Uhr - 18.00 Uhr Am Donnerstag, dem 5. August 2010 bleibt die Bibliothek wegen technischer Arbeiten vormittags geschlossen.
Übersicht über die Bestände Die Bibliothek beherbergt ca. 320.000 Bände, davon: - ca. 500 laufende Zeitschriften,
- ca. 750 Inkunabeln,
- ca. 1.100 Handschriften, davon ca. 140 mittelalterliche,
- ca. 3.500 Urkunden (12. bis 18. Jahrhundert),
- ca. 450 Karten (vorwiegend 17.-19. Jahrhundert),
- ca. 7.000 Bände Heiligsprechungsprozesse.
Förderverein Seit 1987 gibt es einen Förderverein der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn e.V., der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bibliothek bei ihren Restaurierungsbemühungen und der Bestandspräsentation (Ausstellungen, Führungen, Publikationen etc.) zu unterstützen. Geschichte der Bibliothek (Überblick)
Bevor die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek (EAB) vor rund hundert Jahren in Erscheinung trat, gab es bereits in Paderborn eine lange Bibliothekstradition: Sie begann mit der der Bibliothek von Domkloster und Domschule. Bald nach der Gründung der Benediktinerabtei Abdinghof im Jahre 1015 ist auch hier eine Bibliothek nachzuweisen. Später kam noch die Kollegbibliothek der Jesuiten (ab 1604) hinzu, aus der sich die Universitätsbibliothek entwickelte. Zu nennen ist auch die umfangreiche Privatbibliothek des gelehrten Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg (1661-1683), die später teilweise zu den Jesuiten kam. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde die Universitätsbibliothek zur Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Lehranstalt und des Gymnasiums. Sie diente ab 1803 auch als Auffangstation der Restbestände an Büchern aus den säkularisierten Klöstern des Paderborner Landes. Die Institution "Akademische Bibliothek" ist ein Ergebnis des Kulturkampfes (1874-1887). Die bis dahin bestehende Zusammenarbeit zwischen dem staatlichen Gymnasium und der kirchlichen Lehranstalt für die Priesterausbildung auf bibliothekarischem Gebiet konnte in der alten Form nicht weitergeführt werden, da sich der Staat weigerte, die für die Priesterausbildung notwendige Literatur zu beschaffen. Als 1887 der Lehrbetrieb durch die Lehranstalt - nunmehr "Philosophisch-Theologische Akademie" genannt - nach einer 14-jährigen Schließung wieder aufgenommen werden konnte, sahen sich die Professoren genötigt, aus eigenen Mitteln Bücher anzuschaffen. Dadurch entstand mehr durch kontinuierliche Entwicklung als durch Gründung eine Bibliothek, die dann "Akademische Bibliothek", d.h. zur Akademie gehörig, genannt wurde. Die ersten Statuten erließ der Bischof im Jahr 1896. Diese Bibliothek wurde in den folgenden Jahren relativ professionell eingerichtet. Im Jahre 1913 waren die Bestände auf 35.000 Bände angewachsen, es wurde nun ein eigener Bibliotheksflügel an das Leokonvikt angebaut, der heutige Bibliotheksbau. Ein erster Rückschlag kam nach dem Ersten Weltkrieg. Die Bibliothek mußte aufgrund des Versailler Vertrages eine Reihe von Handschriften an die Universitätsbibliothek in Leuven (Belgien) abtreten. Die geplante Entschädigung durch das Deutsche Reich wurde durch die Inflation völlig entwertet. Im Jahr 1930 wurde das Bistum Paderborn zum Erzbistum erhoben, daher nannte sich auch die Bibliothek nunmehr Erzbischöfliche Akademische Bibliothek. Als gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im März 1945 fast ganz Paderborn durch einen alliierten Bombenangriff zerstört wurde, gab es auch für die Bibliothek eine Katastrophe: die Hälfte des damals bereits auf 150.000 Bände angewachsenen Bestandes wurde vernichtet, das Bibliotheksgebäude schwer beschädigt. Vollständig gerettet werden konnten lediglich die Archive, die Inkunabeln und die Handschriften. Der Wiederaufbau war mühsam, und erst Anfang der Fünfziger Jahre konnte der Lesesaal wieder bezogen werden. Vorher jedoch hatte die Bibliothek als eine der ersten den auswärtigen Leihverkehr wieder aufgenommen, die Studenten am Ort wurden zum Teil noch aus den Depots, in die einige Bestandsteile ausgelagert worden waren, versorgt. Die zerstörten Bücher wurden, so weit es ging, aus Nachlässen ersetzt. Nach dem Wiederaufbau setzte eine kontinuierliche Entwicklung bis heute ein. Als letztes Datum ist das Jahr 1990 zu nennen, als die Automatisierung der Bibliothek begann mit der Katalogisierung der Neuerwerbungen. Heute dient die Bibliothek mit ihren mittlerweile rund 300.000 Bänden der Theologischen Fakultät Paderborn als Hochschulbibliothek und der Erzdiözese Paderborn als Diözesanbibliothek. Literaturauswahl - Hengst, Karl: Zur Geschichte der Akademischen Bibliothek in Paderborn. In: Theologie und Glaube 80 (1990), S. 379-390.
- Die Inkunabeln in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn. Matthias Hartig, Karl Hengst, Michael Reker, Hermann-Josef Schmalor. Wiesbaden 1993. (Nachtrag 1993-1998, nicht veröffentlicht)
- Schmalor, Hermann-Josef: Klosterbibliotheken in Westfalen 800-1800. In: Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800-1800. Münster 1982, S. 499-518.
- Skutnik, Hermann-Josef: Paderborn, Erzbischöfliche Akademische Bibliothek. In: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Bd.4: Nordrhein-Westfalen. Teil 2. Hrsg. v. Severin Corsten. Bearbeitet von Reinhard Feldmann. Hildesheim 1993, S. 259-267.
- Ein Jahrhundert Akademische Bibliothek Paderborn. Zur Geschichte des Buches in der Mitteldeutschen Kirchenprovinz. Mit einem Verzeichnis der mittelalterlichen Handschriften in Paderborn. Hrsg. von Karl Hengst. (Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz. Bd. 10) Paderborn 1996.
- Schmalor, Hermann-Josef: Die Bibliothek der ehemaligen Reichsabtei Corvey. Westfälische Zeitschrift 147 (1997), S. 251-269.
- Rüthing, Heinrich; Schmalor, Hermann-Josef: Aus mittelalterlichen Bibliotheken des Paderborner und Corveyer Landes. (Heimatkundliche Schriftenreihe der Volksbank Paderborn. 29.) Paderborn 1998.
- Schmalor, Hermann-Josef: Die westfälischen Stifts- und Klosterbibliotheken bis zur Säkularisation. Ergebnisse einer Spurensuche hinsichtlich ihrer Bestände und inhaltlichen Ausrichtung. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. XLIV: Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte. Bd. 6) ( Veröffetlichungen zur Geschichte der mitteldeutschen Kirchenprovinz. Bd. 19.) Paderborn 2005.
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